Zweite Frau beim Rothaarsteigmarathon

Den Sommer über habe ich mich auf diese Laufveranstaltung vorbereitet. Lange Bergläufe, durch die Rhön, bergauf und bergab. Oft war ich 3-5 Stunden unterwegs, um meinen Organismus an den bevorstehenden Wettkampf zu gewöhnen.

Im Sommer, am wärmsten Tag des Jahres, am 18.08. startete ich mit meinem Mann beim Inferno-Halbmarathon in der Schweiz. Das war das erste Jahres-Highlight. 21,2 km und 2120 Höhenmeter, hinauf zum Schilthorn auf 2970 meter Höhe.

Mit beeindruckender Kulisse, Eiger, Mönch und Jungfrau stets im Blick erreichte ich überglücklich nach 3:32 h das Ziel. Ein tolles Erlebnis bei besten Bedingungen.

Nach einer Zweiwöchigen Pause ging die Vorbereitung für den Marathon weiter. Erneut längere Läufe durch die hügelige Rhön. 
Drei Wochen vor dem Lauf fuhr ich mit meinem Mann nochmals nach Livigno in 1800 meter Höhe, um dort unter guten Bedingungen zu trainieren. Jeden Tag waren wir 3-4 Stunden unterwegs, abwechselnd mit dem MTB, wandern oder joggen und legten stets 1000 Höhenmeter zurück. Beste Vorbereitung für den Bergmarathon im Sauerland.

Am 21.10.2012 war es dann soweit. Um 11:00 Uhr viel der Startschuss und ich ging mit rund 300 Startern auf die Strecke. Gleich zu Beginn war ich bei den Frauen vorne. Birgit Lennartz, ein Idol meiner Laufänfangerzeit lief neben mir. Eine Ehre mit Ihr zu laufen!

Die Berge kam ich sehr gut hoch. Ich brauchte für die 5 km-Abschnitte stets etwas über 25 Minuten. Es ging bis km 31 stets bergauf, dabei mussten 840 HM überwunden werden. Die Strecke ging über den berühmten Rothaarsteig, der stets sehr matschig ist. 

Leider habe ich die Verpflegung nicht so gut vertragen. Ich hatte zwar Eigenverpflegung dabei, doch wegen der hohen Temperatur bei dem schönen Herbstwetter nahm ich auch die Getränke an den Verpflegungsstellen zu mir. Das Isogetränk war mir zu sauer und mein Magen wollte dies absolut nicht bei sich behalten. Eine sehr üble – im wahrsten Sinne des Wortes – Erfahrung, denn ich musste mich 3 Mal übergeben. 

Da ich ein sehr positiv eingestellter Mensch bin und auch Praktiken des NLP zu nutzen weiß, habe ich mir Mut und Zuversicht zugesprochen und da ich immer noch auf der zweiten Position war, rannte ich weiter. Ich kam wieder in meinen Rhythmus. Ich hoffte, dass meine Energiespeicher ausreichen würden, denn mein Magen konnte nichts mehr aufnehmen, das war mir zu riskant. 

5 km vor dem Ziel überholte ich einen nach dem anderen, auch die Halbmarathonläufer. Und strahlen und überglücklich, aber auch sehr erschöpft kam ich nach 3:44 Stunden im Ziel als Zweite an. Birgit Lennartz war 13 Minuten vor mir. Insgesamt waren nur 34 Männer vor mir!

Ein tolles Laufereignis, sehr Familiär und in absoluter Natur! 

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