Stressessen – Raus aus dem Hamsterrad

Essen findet oft nebenbei und in Eile statt

Früher waren die Menschen Jäger und Sammler – heute sind es eher gehetzte „Hamsterer“.

Der Tag ist von morgens bis abends voll gepackt mit Terminen. Gleich ob es im Berufsalltag ist – ein Termin jagt den nächsten, ein Meeting, eine Besprechung nach der anderen. Oder im Studium wie auch in der Schule – kaum eine Pause reicht, um sich erschöpftauszuruhen – es muss kopiert werden, gehetzt von einem Raum in den anderen Raum, es bleibt keine Zeit zum Durchzuatmen oder sich zu erholen. Obwohl – oder vielleicht auch gerade deswegen – alles schneller geht haben viele immer weniger Zeit.


Im Buch von Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“ wird diese Situation auf den Punkt gebracht – Kauf eine Pille um keinen Durst zu haben. Dadurch sparst Du Zeit, nach Berechnungen genau dreiundfünfzig Minuten in der Woche….. Wenn ich dreiundfünzig Minuten Zeit übrig hätte, antwortet der kleine Prinz würde ich ganz gemächlich zu einem Brunnen laufen….

Immer mehr Menschen fühlen sich gestresst und das äußert sich z.B. auch im Essverhalten. Selbst wenn die Zeit vorhanden ist, essen viele sehr schnell, es wird wenig gekaut, vielleicht sogar beim Gehen oder Autofahren, nebenbei gegessen. Dabei wird nicht bewusst wahrgenommen, was überhaubt verzehrt wird. Fertiggerichte statt selbst kochen. Der Stress und der Zeitmangel verhindern bei Vielen, dass sie selbst Speisen zubereiten – vor allem Gemüse bleibt auf der Strecke. Vielen ist es einfach zu zeitaufwenig oder sie haben es nicht zuhause. Auf dem Weg nach Hause wird schnell ein Fertiggericht gekauft oder die Pizza in den Ofen geschoben.

Unregelmäßige Mahlzeiten
Hinzu kommt dass viele morgens das Frühstück auslassen, nebenbei Süßigkeiten und Kaffee konsumiert wird und dann erst um 10:00 Uhr oder 11:00 Uhr die erste Mahlzeit verzehrt wird. Das zweite Essen folgt oft erst abends – mehr als 8 Stunden später – und danach kommt der Süßigkeiten-Essanfall ohne Stopp, mit anschließendem schlechten Gewissen.

Raus aus dem Hamsterrad

Der erste Schritt ist, mit mehr Achtsamkeit und Muse das zu tun, was Du gerade tust. Wenn Du isst, dann isst Du, wenn Du gehst, dann gehst Du, wenn Du Autofährst, dann fährst Du Auto. Durch die Achtsamkeit wird Dir mehr bewusst, Du bist im Hier und Jetzt und kannst besser handeln und reagieren, fühlst Dich weniger gehetzt und lässt Dich nicht von gegebenheiten davonreißen.

Was sind Deine Wege aus dem Hamsterrad des „Gehetztseins“?

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