Online Referentin Gesundheitstag Selbstführung und Führung

Das Thema Führung und die eigene Ernährung haben  viel gemeinsam!

Alles eine Frage der Haltung
Viele meiner Kunden kommen zu mir und möchten abnehmen – vor allem der Stress in der Pandemie setzt vielen zu, auch dem Körper ist das anzusehen.
Maike P.* kommt zu mir und schildert Ihre Situation. *Name geändert
An der Arbeit habe ich viel zu tun, viele Kolleginnen und Kollegen sind krank oder im Home-office und vieles bleibt gerade an mir hängen. Ich bin tagsüber super diszipliniert, sagt Sie! Mein Frühstück besteht aus Porridge mit Hafermilch, Obst und Nüssen, in der Mittagspause esse ich nur einen Salat und ich halte mich beim Süßkram von Kollegen total zurück! Doch abends nach der Arbeit gelingt es mir nicht ordentlich zu kochen. „für mich allein lohnt sich der Aufwand nicht!“. Also greift Sie zu Brot mit Wurst und Käse. Ein richtig großes Stück Käse wird schon im Stehen in den Mund geschoben. Sie ist nicht glücklich über Ihr Essen am Abend.
„Ich weiß das ist total ungesund“, kommentiert Sie Ihre Aufzählungen, Kohlenhydrate machen ja dick! Aber es kommt dann noch schlimmer. Meistens vorm Fernseher. Da überkommt mich der Frust und ich esse eine ganze Tafel Schokolade! Ich habe danach so ein schlechtes Gewissen! 
Ich weiß wie ungesund das ist und dass ich davon zunehme, aber ich kann das nicht ändern!

 

Welche Haltung hat Maike P.? Sie denkt dass sie nur mit viel Disziplin ihr Ziel erreicht. Vielleicht eine Erfahrung aus der Vergangenheit! Nur mit Fleiß gibt es einen Preis, erst die Arbeit, dann das Vergnügen…etc. Doch wie auch bei der Muskulatur, unsere Willenskraft ist irgendwann ermüdet!
Es gibt dazu ein interessantes Experiment. Studenten mussten eine unlösbare (wussten diese nicht) lösen. In dem Raum waren zwei Schüsseln. In der einen waren Schokokekse, in der anderen Radieschen. Die erste Gruppe durfte nicht die Schokokekse anrühren.
Die Zeit wurde gemessen und die Lösungsansätze und Neuversuche wurden gezählt.
Die zweite Gruppe hatte die gleiche Aufgabe, nus diese durfte nicht in die Schale der Radieschen greifen.
Was denken Sie welche Gruppe konnte länger an der Aufgabe sitzen und hat mehr Lösungsansätze?
Richtig, die Gruppe, die nicht die Radieschen essen durfte. Das nicht zugreifen der Schokokekse kostet zusätzliche Willenskraft und so ist diese schnelle ermüdet.

Wie lässt sich diese Erfahrung auf Maike P. Übertragen?
Eine Frage der Haltung
Wenn Maike bereits morgens auf Vieles verzichtet und das aber mit Stolz und Haltung macht und sich dafür lobt, dann kostet die Anstrengung nicht so viel Kraft, sie hat dadurch das Gefühl ein Hindernis gut bewältigt zu haben!
Handlungsalternativen finden
Sie braucht nach getaner Arbeit zunächst eine Pause und eine Erholung! Erlaubt Maike sich diese?
 Wie könnte einen Pause noch gestaltet werden? Was tut Ihr noch gut?
Vielleicht ein Buch lesen, im Lieblingssessel eine Tasse Tee trinken, durch den Garten schländern, ein Lied mitsingen…….
Mit Genuss und Achtsamkeit
Wenn Maike Ihr Bedürfnis erkennt und Ihre Gefühle beachtet dann kann Sie sich spüren. „Ich bin erschöpft und benötige eine Pause.“ Erschöpft sein bedeutet nicht schwach zu sein, sondern dass man sich nach Anstrengung kurz erholen möchte/sollte. Das ist okay, niemend kann durchpowern! (Haltung). Danach kann Sie eine Achtsamkeitsübung machen und einen Tee oder einen Kaffee oder ein Stück Schokolade in vollen Zügen und mit allen Sinnen genießen. Dies hilft den Fokus in das Hier und Jetzt zu bringen. Danach kann Maike P. spüren, wie die Kräfte zurück kommen und weiter den Tag gestalten.
Am Abend ist es empfehlenswert auf die Erfolge und Glücksmomente des Tages zurück zu blicken, denn viele beachten sehr selbstkritisch nur Ihre Fehler und nicht die Stärken und Erfolge.
Dieser positive Rückblick stärkt das Selbstwertgefühl und die Selbstsicherheit.
Auch die Selbstverantwortung zu übernehmen ist wichtig! Wenn ich den Stress, die Süßigkeiten der Kollegen als Schuldige benenne, dann ändere ich niemals die Situation und das eigene Verhalten.
Wenn ich aber Selbstverantwortung übernehme, dann kann ich auch mein Verhalten verändern!
Wenn Maike P. dadurch reflektierter ist und sich weniger schuldig fühlt, sondern stolz ist, dann überträgt sich dies auf die Arbeit und die Kollegen. 
Sie kommt öfters gut gelaunt an die Arbeit und gönnt sich auch mal eine Süßigkeit mit den Kollegen, kann aber auch selbsbewusst ablehnen. Sie fühlt sich selbstbestimmt und nicht fremdbestimmt.
Sie kann sogar den Kollegen ein Lob aussprechen, weil sie sich selbst loben kann, fällt ihr das leichter. Das wiederum fördert die Zusammenarbeit und wirkt sich positiv auf die Atmosphäre aus.
 Auch das Zulassen von Schwäche ist förderlich, denn das reduziert Stress und dies wiederum erhöht die Kreativität. Lösungen kommen leichter. Das Bewältigen von Problemen im Privaten stärkt auch die Ausdauer bei der Problembewältigung  an der Arbeit!
Wenn Ihre Mitarbeiter oder Ihre Kinder oder Sie selbst sich wertschätzen wirkt sich das positv auf die Arbeitskraft und das Team, beziehungsweise auf die Beziehung, aus!

Schreibe mir gerne Deine Erfahrung in die Kommentare!

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