Ernährungstipps gegen Entzündungen, Rheuma und Arthrose

Zum Tag der gesunden Ernährung – Teil 2 – wie Du mit Lebensmitteln der Entzündung entgegenwirkst!

Im ersten Teil habe ich schon viele entzündungshemmende Lebensmittel aufgezählt und es gibt noch weitere, die ich Dir nicht vorenthalten möchte.

Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend – Arachidonsäure fördert Entzündungen
Je höher der Anteil von Arachidonsäure, eine Fettsäure, die in Fleisch und Eigelb vorkommt, in der Zelle ist, desto mehr Entzündungsmediatoren werden freigesetzt. Mit einem hohen Fleisch- und Eikonsum steigt der Arachidonsäuregehalt in der Zelle und Entzündungen nehmen zu. Bei Arthrose wird empfohlen täglich nicht mehr als 50 mg Arachidonsäure aufzunehmen. Diese sind bereits in 150 g Hähnchenbrust, oder in 2 Scheiben Kochschinken oder einem großen Ei enthalten. 1 EL Schweineschmalz enthält bereits 340 mg Arachidonsäure! Bei Arthrose und Rheuma wirkt sich eine überwiegend vegetarische Ernährung oder zumindest eine fleischreduzierte Ernährung positiv aus, da sehr wenig Arachidonsäure aufgenommen wird.


Das richtige Öl
Ein hoher Verzehr von Omega-6-Fettsäuren aus Sonnenblumenöl oder Distelöl ist ungünstig, da die enthaltene Linolsäure die Umwandlung von der Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) verringert. Die Umwandlung der Alpha-Linolensäure zu EPA hat eine antientzündliche Wirkung. Insgesamt können nur ca. 5 % der pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren umgewandelt werden.
Besonders 
empfehlenswert sind Leinöl, Rapsöl, Walnussöl und Hanföl, die reich an der wertvollen Omega-3-Fettsäure sind. Weitere gute pflanzliche Omega-3-Fettsäurenspender sind Walnüsse, Chiasamen und Microalgen.
Je mehr Omega-6-reiche Öle wie z.B. Sonnenblumenöl verwendet wird, umso weniger Omega-3-Fettsäuren können umgewandelt werden und je mehr Arachidonsäure kann entstehen. Die Öle, welche reich an Omega-3-Fettsäuren sind sollten nur kalt verzehrt werden, z.B. in Salaten. Zum leicht erhitzen eignet sich Rapsöl, wenn etwas heiß angebraten werden soll, dann empfehle ich Kokosöl zu verwenden.
Gut verfügbare Omega-3-Fettsäuren
Fettreiche Fische wie Thunfisch, Lachs, Sardinen oder Hering liefern hochwertige und gut verfügbare Omega-3-Fettsäuren in Form von EPA und DHA. Aus ökologischen Aspekten ist allerdings ein hoher Fischkonsum nicht vertretbar. Eine Alternative sind Microalgen, die gezüchtet werden und sehr gut verfügbare Omega-3-Fettsäuren liefern. Diese werden in Tablettenform angeboten.
Nüsse haben positive Wirkung bei entzündlichen Erkrankungen
Bei Nüssen kommen viele positiven Eigenschaften unterschiedlicher NüsseLebensmittelgruppen zusammen. Nüsse beinhalten hochwertige Fettsäuren und die Walnuss ist reich an Omega-3-Fettsäuren. Nüsse enthalten viel Vitamin E und zahlreiche Mineralien, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffen, die entzündungshemmend wirken. Nüsse lassen sich sehr leicht in den Speiseplan integrieren, sie können als Snack zwischendurch gegessen werden, in Pesto (z.B. mit Brennessel) verarbeitet werden, über Salate oder Gemüsepfannen gestreut werden oder als Nussmus auf Brote geschmiert werden.
Keine Angst vor einer Gewichtszunahme
Nüsse werden mit vielen Kalorien, die aus dem hohen Fettanteil resultieren, angegeben. Doch das Fett wird nicht hundertprozentig aufgenommen. In Studien wurde aufgezeigt, dass ein Nusskonsum von täglich 60 g Nüssen bei einer Gewichtsreduktion sogar von Vorteil ist.

Hoher Gemüseverzehr
Vor allem bei entzündlichen Erkrankungen wie der Arthrose oder auch bei Rheuma ist eine basenüberschüssige Ernährung von Vorteil. Wer viel Eiweiß – vor allem in Form von Fleisch – verzehrt, nimmt sehr viele Säuren auf, unter anderem auch die Arachidonsäure. Entzündungen finden im saurem Milieu statt und die Säuren müssen mit Mineralien ausgeglichen werden. Wenn nun der Gemüseverzehr gering ist, fehlen wichtige Mineralien wie Magnesium, Calcium oder Kalium, die die Säuren neutralisieren bzw. Bei der Ausscheidung nützlich sind. Desweisteren liefert Gemüse jede Menge Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren und jede Menge sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine, die entzündungshemmend wirken.

4 Antworten auf Ernährungstipps gegen Entzündungen, Rheuma und Arthrose

  1. Forest sagt:

    Denn aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass meine Arthrose-Schmerzen gar nicht mehr auftreten, seitdem ich mich vegan ernähre! Mehr kann ich dazu nicht sagen.

  2. schieder sagt:

    dann wollen wir mal ausprobieren…hoffe es klappt ,bin Diabetiker…

  3. Den Inhalt kann ich nur bestätigen. Ich habe schon sehr früh versucht, Arachidonsäure zu vermeiden. Meine bereits 2010 festgestellte Kniearthrose macht mir heute eher weniger als mehr Probleme.
    Ein Hinweis aus eigenem Erfahren: Nach Genuss von Zitrusfrüchten und Rhabarber schmerzen meine betroffenen Gelenke und schwellen an.

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