Warum Diäten nicht funktionieren Teil 1

Alle Jahre wieder kommt nach dem „großen Fressen“ der Abnehmwahn. Die guten Diäten WahnVorsätze und der bald nahende Sommer drängen zum Handeln.

Die angefutterten Pfunde wollen Viele zu Jahresbeginn endlich wieder loswerden!

Es kann nicht schnell genug gehen!

Wenn ich die Überschriften vieler Frauenzeitschriften lese, dann soll es ja ein Leichtes sein, in zwei Wochen 10 kg abnehmen zu können! Wunschtraum oder Wirklichkeit? Natürlich könnte dies mit einer Fastenkur oder einer Magen-Op erreicht werden. Aber das Fasten ist nicht unbedingt zum Abnehmen gedacht und eine Magen-Op sollte sehr gut überdacht sein, denn diese birgt auch viele Risiken und eine große Ernährungs- und Lebensumstellung nach dem Prinzip, wenn Du einen Fehler machst, bekommst Du sofort die Quittung! 

Energetisches Ungleichgewicht

Abnehmen funktioniert nach physikalischen Gesetzen! Das heißt, wenn über einen längeren Zeitraum weniger Energie aufgenommen und mehr Energie verbraucht wird, dann sinkt das Körpergewicht.

Allerdings hat unser Körper ein Speicherprogramm, das uns vor Notfällen schützt! Ein Notfall ist eine Hungersnot, die früher nicht selten vorkam. Der Körper kann bei vorherrschendem Energiedefizit den Stoffwechsel drosseln und geht sparsamer mit dem Energieverbrauch um. Dieser Zustand bleibt erhalten, auch wenn wieder mehr gegessen wird und genau dies führt zu dem befürchteten Jo-Jo-Effekt! 

Viele Diäten stören langfristig den Stoffwechsel!

Oft baut der Körper in einer Diätphase Muskulatur ab. Dies verringert zusätzlich den Energiestoffwechsel und führt bei wieder normaler Energiezufuhr zu dem JoJo-Effekt.
Die Körperfettmasse steigt dabei immer mehr an und der Stoffwechsel bleibt reduziert.

Die Eiweiß-Diäten und Sport wirken zumindest dem Muskelabbau entgegen. 

Diäten mit starken Einschränkungen werden in der Regel nie lange durchgehalten.
Wenn auf etwas verzichtet wird, entsteht eine Lücke, diese will gefüllt werden. Früher oder später kommt eine Situation, in der nicht mehr widerstanden werden kann, der Schweinehund gewinnt und alles ist wie vorher – nur eben mit mehr Frustration und mehr Fettpolstern.

Eine Ernährungsumstellung hat primär mit der inneren Haltung zu tun

Essen bedeutet für mich Fürsorge für sich selbst. Mit einer guten Lebensmittelauswahl kann ich leistungsfähiger werden, das Immunsystem stärken und den Körper und seine Zellen pflegen. Wer mit seinem Körper umgeht, als könnte dieser in ein paar Jahren ersetzt werden, oder Einzelteile ausgetauscht werden, der muss sich nicht wundern, wenn der Körper dieses Ungleichgewicht spiegelt. 

Das Schöne ist, dass wir ein großes Puffersystem haben, um Missstände auszugleichen.
Das Unschöne daran ist, dass wir nicht sofort bemerken, wenn wir den Körper schlecht versorgen. So essen die Meisten einfach zu wenig Gemüse, trinken zu viel Limonade und essen zu viel tierisches Eiweiß und alles ist gut, bis irgendwann der Körper reagiert. Doch ich höre schon den Kommentar „dass ich Blutdruck oder die Arthrose haben, kann ja nicht am Essen liegen, denn das Essen ist ja schon die letzten 10 Jahre gleich, dann wären diese ja schon vorher gekommen – das sind Alterungserscheinungen…“.
Zum Thema Basen-Puffersystem in einem späteren Blog mehr!

Es macht wenig Sinn sich über ein paar Wochen mit einer Diät zu quälen und dann wieder frustriert mehr Kilos auf der Hüfte zu finden, als vor der Diät! Das ist meiner Meinung nach selbstzerstörerisch! 

Statt schwarz oder weiß, ganz oder gar nicht lieber das Pareto-Prinzip berücksichtigen

Wichtig ist zum Einen, dass das Gute überwiegt. Du musst Dich nicht zu 100 % perfekt ernähren – was ist überhaupt perfekt und gesund? Ein paar einzelne Aspekte sind wichtig zu berücksichtigen, damit der Körper und seine Funktion gut erhalten bleibt, der Stoffwechsel angekurbelt wird und das Immunsystem gestärkt ist. Siehe das Pareto Prinzip. 20 % der Ernährungsumstellung bewirken 80 % Verbesserung. Kleinigkeiten, einzelne Schritte können leichter Schritt für Schritt mittels konkretem Handlungsplan verändert werden und führen langfristig zur Gewohnheit und werden beibehalten.

Zum Anderen ist es wichtig Energie mit Bewegung zu verbrauchen und somit ein energetisches Ungleichgewicht zu schaffen. Der Mensch ist nicht zum Sitzen gemacht, er benötigt Bewegung und auch die Natur zum Ausgleich, unter Anderem auch um Stress abzubauen. Nur mit ausreichender und regelmäßiger Bewegung kann langfristig das Gewicht reduziert und anschließend gehalten werden. 

Emotionales Essen

Sehr oft essen wir aus emotionalen Gründen. Wenn wir uns schlecht, einsam, alleingelassen, nicht wahrgenommen, nicht wichtig oder ernst genommen fühlen. Mit dem Essen werden diese Emotionen herunter geschluckt oder es wird sich ein dicker Panzer angegessen, zum Schutz.

Wenn es Dir mit dem Essen genau so ergeht und Du einen Ausweg aus dem emotionalem Essverhalten finden möchtest, dann erfährst Du in dem nächsten Blog mehr dazu.  

Hier findest Du einen Podcast von Mario Henning, in dem er seine Erfahrung zum Gewichtscoaching weiter gibt.

Wie geht es Dir mit dem Diätenwahn zu Jahresbeginn? Welche Diäterfahrung hast Du schon gemacht und was kannst Du weiterempfehlen?

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